Kings Canyon

05.March 2010 - Alice Springs


Um 4:45Uhr standen wir etwas übernächtigt auf und machten uns fertig. Das Hostel hat ab 5.30Uhr ein kleines Frühstück angeboten. Es gab etwas Toast und eine Kleinigkeit zu trinken. Da noch viele andere Touren so früh an diesem morgen starteten, war das Frühstück etwas überlaufen.
Pünktlich um 6Uhr kam Ryan (unser Tourguide) mit dem Bus an und holte uns mit einigen weiteren aus dem Hostel ab. Nachdem wir noch vier weitere Leute eingesammelt hatten, ging es erst einmal zur Agentur der The-Rocks-Tour, um uns alle anzumelden. Mit dem Kleinbus für 21 Leute ging es nun los. Kein Platz war mehr übrig, es fuhren insgesamt sogar 3 Kleinbusse an diesem Tag los.
Alice Springs und der Uluru liegen immerhin fast 500km auseinander. Am ersten Tag war erst einmal der Kings Canyon im Programm. Nach ein paar kleinen Rastpausen sind wir am Kings Canyon kurz nach dem Mittag angekommen. Zum Mittag gab es im Bus für jeden ein Sandwich, ein Müsliriegel und ein Apfel.
Dann begann, nach einer kurzen Einführung die 3-Stündige Tour im Kings Canyon. Als erstes begann die Wanderung mit einem sehr steilen und schweren Aufstieg. Die ersten Teilnehmer unserer Gruppe machten hier schon schlapp. Mit einigen Pausen und viel Puste haben wir es bis oben geschafft. Unser Führer Ryan hat viel Interessantes zur Natur und Entstehung der Felsformationen erzählt. Wir sind auf dem Kamm des Canyons lang gelaufen, bis wir zu den Treppen kamen, die uns in den Canyon herabgeführt haben. Hier hat das Wasser eine üppige Vegetation mit Palmen und Pflanzen hervorgebracht, die sich an den Wasserstellen sammeln. Im ?Garden of Eden? waren für alle die Zweifel verflogen, dass wir uns am schönsten Ort der Welt befunden haben. Fast alle sind im herrlich kühlen Wasser schwimmen gegangen. Man konnte bis zu einem Wasserfall schwimmen, der hinab in eine weitere große Schlucht fällt. Ein paar Leute haben am Ufer noch eine giftige Schlange gesehen, die aber schnell verschwunden ist. Wieder aus dem Canyon sind wir weiter am Rande des Canyons entlang wieder runter zum Bus gelaufen. Wir waren gut drei Stunden unterwegs.
Mit dem Bus ging es weiter zu einer Tankstelle, wo wir uns Trinken und ein Eis gegönnt haben. Als wir mit dem Bus ein paar Kilometer weiter gefahren sind, hat Ryan plötzlich den Bus mitten in der Wildnis angehalten. Wir sollten alle raus springen und Feuerholz für die Nacht holen. Mit einigen Kratzern versehen haben wir das Anhängerdach des Busses mit Holz vollgeladen und sind weiter zu unserem Ziel für die Nacht gestartet.
Vorher konnten wir an der Raststation Curtin Spring noch Bier einkaufen. Wir haben uns zu viert (Willi, Wolfgang, Tobias und Kay) eine ganze Kiste Bier geholt und Cynthia bekam Saft. Um ca. 19Uhr waren wir an der Campingstelle (Nähe Curtin Springs, einer Viehstation mit der Größe von Belgien) angekommen. Die Männer haben Feuer gemacht und die Frauen Gemüse geschnippelt. Unsere Swags wurden als Sitzgelegenheit um das Feuer gelegt. (Für diejenigen, die Swags nicht kennen: Ein Zwischending zwischen großem Schlafsack und kleinem Ein-Mann-Zelt mit integrierter Isomatte).
Ryan hat im Feuer Chilli mit Reis und ein Topf mit Gemüse gekocht. Um ca. 20:30 Uhr war das Abendessen fertig. Nach dem gemeinsamen Abwaschen haben wir uns alle am Feuer zusammengesetzt. Weil so eine Ruhe war, stimmte Willi ?Guten Abend gute Nacht? an, in der Hoffnung, dass es die Jugend mitsingen konnte. Die Gruppe war zu großen Teilen Deutsch aber es konnte trotzdem kaum einer mitsingen. Es war schwer ein internationales Lied zu finden. Nachdem wir alle uns über Sternbilder informiert hatten gingen wir alle langsam schlafen. Es war ein harter Tag und morgen hieß es früh aufstehen.