So nun will ich mal meinen Blog wieder auf Vordermann bringen. Wie ich ja geschrieben hatte, war ich in Exmouth auf Jobsuche. Und ich hatte mal wieder Glück gleich am nächsten Tag rief mich der Chef der Bäckerei an, dass ich ab nächsten Montag dort im Verkauf anfangen könnte. Die Bezahlung hörte sich echt sehr gut an. Allerdings wollte er von mir, dass ich 2 Monate bleibe. Das hatte ich definitiv nicht vor, aber ich kann ja jederzeit kündigen... Naja jedenfalls kam dann alles anders. An jenem Abend traf ich Markus einen 25jährigen Deutschen und Cindy ne kleine Französin. Die beiden wollten in den Karijini Nationalpark weiter reisen und suchten eine Mitfahrgelegenheit. Da ich von dem Ort Exmouth selbst eh net begeistert war, hab ich kurzerhand beschlossen den Job nicht anzunehmen und mit den beiden gemeinsam 2 Tage später aufzubrechen und die 700 km lange Fahrt ins Inland Richtung Tom Price and Karijini NP anzutreten. Vorher haben wir unsnoch den 50 km von Exmouth entfernten Cape Range NP angeschaut. Schon nett ? und man kann auch hier direkt vom Strand aus über den Korallen schnorcheln und fühlt sich wie im Aquarium. Das Wasser ist kristallklar und warm...traumhaft. Und die angrenzenden Schluchten kann man durchwandern und hat von oben einen herrlichen Blick über die Küste.
Bevor wir zu dritt aufbrechen konnten, mussten wir erstmal schauen wie wir das ganze Gepäck und meine Campingutensilien in meinem Auto unter bekommen. Wir haben ziemlich gestopft ? meine kleiner Wombi war voll bis unters Dach. Während unserer Reise mussten wir den ganzen Mist ja jeden Tag aus- und einpacken, da ich im Auto geschlafen hab und die beiden ja immer das Zelt brauchten. Das ist schon etwas nervig, aber egal mit jeden Tag ging das schneller. Zum Glück hatte ich diesmal auch einen Mitfahrer der willig war auch selber mal zu fahren. Das war für mich sehr erholsam. In Tom Price haben wir noch einmal Lebensmittel eingekauft und sind dann los in den Park. Karijini ist bekannt für seine traumhaften Schluchten und seine Naturbelassenheit. Das heißt unter anderem auch ? kaum geteerte Straßen. Insgesamt haben wir 3 Nächte auf dem Campingplatzdort verbracht. Da wir wirklich keinen Platz mehr für irgendwelche Lebensmittel hatten und Tom Price ca. 50 km vom Nationalparkeingang entfernt ist gab es 3 Tage lang nur Pasta und Toast mit Marmelade oder Käse, achja und Äpfel hatten wir noch ;-). Die Schluchtenlandschaft hier ist einfach gigantisch. Die meisten kann man herunter wandern, wobei das wirklich nicht ganz ungefährlich ist. Wir haben einen Unfall gesehen, wo ein junger Kerl (26) abgerutscht ist und ca. 10 m in die Tiefe auf 2 Steinplatten und dann ins Wasser gestürzt ist. Da vergeht einem gleich die Lust aufs wandern. Man hat den ganzen Tag gebraucht die armen Typ zu bergen, er hatte sich wohl die Hüfte gebrochen usw..Die berühmteste Schlucht ist die Hancock Gorge. Ich hab aufgrund dieses Erlebnisses die Schlucht nicht bis zum Ende erwandert. Man musste in der Mitte der Schlucht ne Weile durch knietiefes Wasser waten, was ja noch ok war, aber dann ging es direkt am Kliff entlang ohne Sicherungsseile oder so...da hab ich dann aufgegeben. Markus ist weiter gewandert und meinte auch es hat sich total gelohnt, aber naja ? ich werd noch andere schöne Sachen sehen. An einigen Stellen kommen 3 Schluchten zusammen...es ist echt Wahnsinn. Man steht ganz oben und versucht die Tiefe zu erfassen, aber das ist fast unmöglich. Ich hab unheimlich viele Fotos gemacht, aber die drücken das leider nicht aus. Unten in den Schluchten gibt es fast immer kleine Pools mit ganz klarem Wasser in welchem man schwimmen kann.


