Es geht los!!

07.March 2010 - Fiji


Endlich ist es soweit! Unser lang ersehnter Urlaub nach Fiji wird wahr:) Samstag abend wird gewaschen, gepackt, und die Stunden gezaehlt! Geschlafen haben wir alle nicht viel. Um 5 startet unsere Reise mit dem Weg zum Flughafen. Alle Maedels eingesammelt und los ging es. Trotz der fruehen Morgenstunde herrschte gute Laune und freudiges Erwarten im Auto:)
Am Flughafen haben wir dann erst mal australische Dollar in fijanische Dollars umgetauscht und freuen uns über den dicken Packen Geld (das auch fleissig gespart wurde). Der Urlaub kann kommen!
Durch die Duty-Free Zone schlendernd, verging die Zeit wie im Flug (schneller als man denkt!). Als wir auf die Anzeigetafel schauten, lesen wir halb lachend, dass unser Gate schliesst. Und dann kam auch schon der Ausruf durch den ganzen Flughafen nach den Fluggaesten "Stefanie Preisker, Monique Kotzsche, Julia Mandl und Jessica Simmendinger". Da hiess es Taschen unter den Arm und rennen... Auf dem Weg kam uns dann auch eine Flugmitarbeiterin entgegen und machte uns Beine.
Gott sei Dank ging alles gut und wir durften mitfliegen:) Mit kleiner Verspätung ging es dann um 8.30 los in Richtung Trauminsel. Die 4 Stunden Flugzeit gingen schnell vorbei mit leckerem Frühstück und guten Filmen.
Uns schon sitzen die Räder auf und es heisst...FIJIIII:)
Als wir ausgestiegen sind kam uns erst mal eine Wärme entgegen. Da in Australien schon der Herbst anfängt und wir früh morgens losgefahren sind, waren wir natürlich alle warm angezogen.
Der Flughafen in Nadi war sehr klein, aber man hat sich sofort sehr willkommen gefühlt. Wir sind mit Muschelketten, Gitarren- und Ukolelenmusik und gut gelaunten, singenden Fijianern empfangen worden.
Wir standen dann vor der Wahl ...entweder ein teures Taxi oder der local Bus". Da waren wir uns alle einig.
Als wir in den Bus kamen, waren schon fast alle besetzt und wir wurden mit neugierigen Blicken empfangen. In dem Bus sassen nur Fijianer (die alle schwarz sind) und wir sind sehr aufgefallen mit unserer hellen Haut und den blonden Haaren. Man fühlt sich aber sehr willkommen bei dem Blick in die dunklen Augen und dem strahlenden Lachen (teilweise durchbrochen durch zahlreiche Zahnlücken:) ).
Wir haben uns also alle einen Platz gesucht und los ging die Fahrt. Es war wirklich unglaublich warm und wir hatten alle noch unsere warmen Sachen an. Da ist man um jeden Fahrtwind froh, der einem die Schweissperlen von der Haut wischt, wenn man Haut an Haut aneinander sitzt. Ich sass neben einem jungen Paar mit einer 1-jährigen Tochter. Die Kleine hat mich die ganze Zeit mit ihren grossen braunen Augen angeschaut:) Ihrer Mutter war das ziemlich unangenehm. Sie hat sich ständig entschuldigung und hat versucht sie abzulenken. Irgewann hat sie einen Hops gemacht und sass auf meinem Schoss. Ich musste erst mal lachen:) Die Mutter hat sich natürlich wieder entschuldigt, aber nachdem ich ihr ein paar mal gesagt hatte, dass es mir gar nichts ausmacht, sass die Kleine die halbe Fahrt auf meinem Schoss und hat...geschaut:) So ein hübsches Kind möchte ich auch mal:)
Auf unserer 2-stündigen Fahrt zur Unterkunft haben wir einen ersten Eindruck von Fiji bekommen. Das erste was mir aufgefallen ist, ist die Armut. Wenn man von der Trauminsel Fiji redet, dem Urlaubsziel Nummer 1, dem perfekten Ort zum Heiraten, dann vergisst man ganz oft, dass Fiji doch ein 3. Welt Land ist. Die Armut ist dort kaum zu übersehen. Die Menschen leben in notdúrftig eingerichteten Wellblechhütten, teilweise ohne Türen und Fenster. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist mir die Freundlichkeit der Menschen aufgefallen. Die Menschen, vor allem die Kinder, stehen am Strassenrand, winken und rufen BULA (Hallo in Fiji). An jedem Haus sieht man Wäscheleinen voll mit Wäsche.
Nach 2 Stunden hat der Busfahrer uns dann am Mango Bay Resort rausgeworfen. 4 Mädels mit ihrem Gepäck, der Bus braust davon und wir....stehen im Nichts!!! Es gab ein Schild "Mango Bay Resort" und ein kleiner Weg und das wars. Kein Haus, kein Auto weit und breit:) Wir mussten erst mal alle lachen und haben dann den kleinen Weg eingeschlagen und hofften, dass das die richtige Richtung ist. Nach 5 Minuten haben wir noch gelacht. Nach 10 Minuten haben wir uns schon kleine Sorgen gemacht. Nach 15 Minuten haben wir festgestellt, dass wir nicht mal Handyempfang haben. Nach 20 Minuten waren wir Gott sei Dank da:)
Unser Resort lag wirklich inmitten von Nichts...wunderschön!
Nach einem herzlichen Empfang wurden uns die Koffer abgenommen und wir haben eine kleine Führung bekommen. Und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Alles dort ist sehr liebevoll gemacht und wunderschön. Es blühen die unterschiedlichsten Blumen in bunten Farben. Das Resort liegt direkt am Wasser und besteht aus vielen kleinen Bungalows.
Wir hatten 2 Bungalows gebucht und haben uns sofort verliebt. Es war genauso wie man es sich vorstellt. Kleine Bungalows mit knarrendem Holzfussboden, Bambusverande und Palmblätterdach. Einfach und wunderschön.
Nach einem Sprung in den Pool und einer ausgiebigen Dusche, hat uns unser knurrender Magen dann in Richtung Abendessen geführt. Da im Umkreis des Resorts absolut nichts ist, isst man jeden Tag dort. Das Restaurant besteht aus einem offenen Holzpavillon mit Blick auf Palmen und das Meer. Das Essen war einsame spitze:) Alles sehr frisch und lecker. Und dazu gab es natürlich -wie es sich für Fiji gehört- einen Cocktail. Nachdem wir dann noch ein bisschen am Lagerfeuer am Strand sassen, gings zurück zum Bungalow und ab ins Bett:) Auf eine erste Nacht in Paradise...