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myMapBlog.com | vivabarcelona https://www.mymapblog.com//rss/vivabarcelona The lasts posts from user vivabarcelona en-us Barcelona: Tick Tick Tick Boom!
Ein Blog :)

Ich bin krank! Möp...Mega-Schnupfen! Geschuldet einem exzessiven Wochenende und den blöden blöden Klimaanlagen - wie ich annehme..

Zuerst: zum exzessiven Wochenende ;) Das begann bereits letzten Mittwoch, denn da wurde das Mercè-Fest eröffnet - die Spanier finden in jedem Fall eine Menge Gründe, um zu feiern. Diesmal stand mit dem Mercè der gleichnamige Schutzheilige Barcelonas im MIttelpunkt der Festivitäten, der eigentliche Feiertag ist am 24.9., eröffnet wurde aber schon Mittwoch Abend, insgesamt zogen sich die Feierlichkeiten dann bis Sonntag. Während ic]]>
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Barcelona: Tick Tick Tick Boom! II
Auf jeden Fall haben die jetzt furchtbare Angst, sich anzustecken, und trinken daher auch gleich immer einen Wundertee mit. Seit gestern hocken wir also Abends, Morgens, Abends einträchtig auf der Couch und trinken peruanischen Wundertee ;) David fragt mich alle 5min, ob es schon mejor - besser ist, ich kann aber noch nichts fühlen. Ich befürchte, bald muss ich ihn anlügen, sonst ist er noch ganz enttäuscht von seinem Tee!
Ja, ich werde also noch etwas vor mich hinkränkeln und vermutlich morgen - wie heute auch - nicht zur Uni gehen, da ich nach jedem Gang zum Kühlschrank eigentlich schon wieder 2 Stunden schlafen könnte.
Das ist etwas mau, denn wie ich in der Zwischenzeit bei meinem sich festigenden Stundenplan feststelle, arbeitet man hier in der Uni viel kontinuierlicher als in Deutschland. In den meisten Fächern habe ich ich bereits im Oktober eine kleine Evaluation oder eine kleine Aufgabe einzureichen, rumgammeln bis zur großen Klausur am Ende des Semesters fällt hier also eher aus...Wobei ich durchaus glaube, dass das gerade hier gut sein wird für mich. Ich bin ja immer eher so die letzten-zwei-Wochen-Lernerin. Das könnte mir hier noch viel mehr als in Deutschland auf die Füße fallen ;) Ich beschwere mich also nur halb!

Joah ansonsten gibt es grad nicht viel mehr zu berichten! Ich werde jetzt noch einen Wundertee trinken und mich anschließend betten - achso - und euch noch mit etwas Bildmaterial versorgen :)

Ich wünsche also eine angenehme Nacht und verbleibe mit

Muchos saludos!

Maria

P.S.: Das ist man mal 4 Wochen weg und zack! wird schwarz-gelb gewählt - unfassbar! Euch kann man aber auch echt nicht alleine lassen - man man man ;)

P.P.S.: Vielen, lieben Dank für eure lieben Kommentare unter dem Blog - beim Lesen geht mir das Herz auf :)]]>
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Barcelona: Que semana!
Asche auf mein Haupt...der nächste Blog-Eintrag hat nun doch wieder etwas länger gedauert *hust* Aber! Ich habe gute Gründe ;)

Qué semana - was für ne Woche! Letzte Woche Mittwoch hat die Uni angefangen - nach allem was man über ein ERASMUS - Semester so hört, müssten sämtliche mit der Uni verbundene Aktivitäten ja relativ entspannt sein. Ähm, nee! Bisher noch nicht ;) Was für ein Kampf. Während ich letzte Woche Montag noch ganz fleißig zum Sprachkurs gegangen bin, wollte ich am Dienstag quasi janz schnell innerhalb von 20min kurz vor dem Sprachkurs meine Vorlesungen aus dem Vorlesungsverzeichnis heraus suchen. Innerhalb von 5 min war klar, dass das wohl doch etwas länger dauern würde. Denn bürokratischer Weise gibt es hier einige Vorgaben, die man bei der Kursauswahl einhalten muss. So müssen beispielsweise 51der von mir ausgewählten Kurse meiner Fakultät - also der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät - entstammen. Wie ich euch ja bereits berichtet habe, stehe ich zudem auf Kriegsfuß mit Katalanisch. Diese beiden Bedingungen vorweg genommen, gestaltet sich die Kurssuche doch etwas schwierig. Denn - wie sollte es auch anders sein - die interessantesten Kurse werden in Katalanisch abgehalten, von den übrigen Interessanten auf Spanisch habe ich eine Menge schon in Deutschland gemacht und das, was dann noch übrig bleibt, ist nicht mehr sooooo viel. Anstatt also am Dienstag wie gewohnt zum Sprachkurs zu marschieren, bin ich voller Verzweiflung ins Akademische Auslandsamt gefahren, um dort Kund zu tun, dass ich keine Ahnung habe und irgendwie Hilfe brauche ;) Die habe ich sodann auch gleich bekommen und bin am Mittwoch zu den ersten Kursen marschiert. Dort habe ich, wenn überhaupt dann auch nur die Hälfte verstanden und außerdem fest gestellt, dass das irgendwie trotz Hilfe nicht so die richtigen Kurse sind. Ich hatte mir ziemlich viele VWL-Kurse raus gesucht, die interessant klangen, allerdings habe ich aus Deutschland keinerlei VWL-Vorkenntnisse, das Verständnis dürfte sich also - nicht nur des Spanischen wegen - etwas schwierig gestalten ;) Das Vorlesungsverzeichnis wurde dann in der letzten Woche mein bester Freund, Mittwoch und Donnerstag Nacht habe ich etwa bis 3 Uhr damit verbracht, 1000 Kurse zu checken und den Stundenplan 10 mal hin und her zu schieben, um Donnerstag und Freitag möglichst viele Kurse mitzunehmen und rauszufinden, ob die vielleicht was sind - was natürlich außerordentlich gut klappt, da ich nach wie vor nicht mehr als die Hälfte verstehe! Was dann noch dazu kommt: Die spanischen Dozenten nehmen es a) überhaupt mit dem Kommen nicht so genau und b) mit der Pünktlichkeit schon gar nicht ;) Das war besonders heute morgen bitter, als ich mich um 6 Uhr aus dem Bett gequält habe und niemand kam.
Ein ähnliches Ich-Gehe-Erst-Mal-Zu-Allen-Kursen-die-halbwegs-den-Auswahlkriterien-entsprechen-System habe ich auch diese Woche bei behalten, allerdings etwas organisierter. Ich denke aber, dass sich mein Stundenplan so langsam verdichtet, gerade komme ich von einem Politikkurs, der ziemlich gut war. Der Dozent spricht langsam und deutlich und hat zudem auch noch Folien - optimal. Den Kurs werde ich auf jeden Fall machen - auch wenn er Montag und Dienstag von 20 -22 Uhr ist ;) (keine Seltenheit!) Ansonsten besuche ich morgen mal einen Geschichtskurs über moderne spanische Geschichte, darauf bin ich auch schon echt gespannt! Für den Rest habe ich noch 3 BWL-Veranstaltungen im Blick und das reicht dann auch - die Freizeit darf unter dem Studium nicht leiden!

Neben dem ganzen Uni-Stress bin ich außerdem letzte Woche Freitag umgezogen ;) Ja, ja, so schnell geht das..Ich hatte ja von meiner super tollen Start-WG berichtet, die auch nach wie vor super toll ist. Allerdings hat das Zimmer 440? gekostet und direkt vor meinem Fenster war eine riesige Baustelle - wenn man drei Wochen jeden morgen mit dem Schlagbohrer-Hammer-keine-Ahnung-wie's-heißt aufgeweckt wird, zehrt das irgendwann schon ein bisschen an den Nerven. Besonders wenn man bis nachts um 3 das Vorlesungsverzeichnis auswendig lernt ;) Ich habe also letzte Woche und auch bereits die Woche davor Wohnungen gesucht, was hier irgendwie Knall auf Fall geht. Man ruft da an und kann dann entweder sofort oder etwas später noch am selben Tag vorbei kommen, das Zimmer angucken und eigentlich dann auch gleich einziehen ;) Die meisten Spanier haben keinen Mietvertrag, irgendwie herrscht hier totale Fluktuation! Nach Sprachkurs und Uni hab ich mir also Abends noch Wohnungen angeschaut. Bevorzugt vermieten die Spanier Zimmer mit Möbeln von Omi, ohne Fenster, etwa 2m x 2m groß für 400? ;)
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Barcelona: Que semana! II
So, so viel also erstmal zum anstrengenden Teil der vergangenen Tage :) Ich hoffe, wenn diese Uni-Woche rum ist, hat sich alles etwas eingespielt und entspannt, nach meinem Umzug am Freitag habe ich erstmal vor lauter Erschöpfung 3 Stunden geschlafen ;)

Neben diesem ganzen Stress, habe ich allerdings letztes und dieses Wochenende auch noch ganz entspannte Aktivitäten dazwischen geschoben! Letzten Samstag war ich mit Eli an der Fontana Mágica am Pl. Espanya. Ein riesiges Wasserspiel, das - schon ein bisschen kitschig - mit (Disney!-) Musik unterlegt wird ;) Ich fand?s gut! Danach sind wir noch ne Runde trinken und tanzen gegangen. An diesem Freitag war ich wieder mit Eli unterwegs, erst waren wir auf einem Geburtstag von einem ihrer Bekannten. Ein internationales Häufchen aus Spaniern, Venezolanern, Australiern, Schotten, Amerikanern und Russen. Und anschließend sind wir wieder ins Razzmatazz marschiert - der Club von dem ich im letzten Blog schon berichtet hatte. Nach Umzug und Unistress hab ick mich frei jetanzt und lag am Samstag um 7 Uhr glücklich und zufrieden in meinem neuen Bett :) Samstag Abend haben wir dann mit Freunden von der Uni Pizza gemacht - wieder mal ein internationales Häufchen. War sehr entspannt und schön..und lecker! Und Sonntag war ich nun endlich zum ersten mal Fußball spielen! Ich hatte ja bereits von den Mexikanern berichtet, mit denen sich vielleicht etwas auftut, das hat nun tatsächlich geklappt! So richtig optimal ist das allerdings noch nicht. Das sind quasi Bekannte, die sich ab und an treffen, um gemeinsam zu spielen. Die Hälfte der Bekannten war allerdings Samstag Abend ganz offensichtlich etwas länger tanzen und demzufolge Sonntag um 11 Uhr morgens nicht da ;) Ich habe dann mit 4 Jungs gespielt, ein Deutscher, den ich vorsichtshalber mit mobilisiert habe..Treppen steigen war heute besonders spaßig! Das Problem an dieser Geschichte ist, dass man quasi pro Person 5? pro "Trainingseinheit" zahlt - das ist sogar noch teurer als bei Seitenwechsel in Berlin! ;) Ich muss das also irgendwie noch optimieren..Aber erstmal war's ziemlich gut, mal wieder dem Ball hinterher zu hechten :)

Es geht mir also nach wie vor gut. Bis auf kleine Kleinigkeiten ;) läuft alles eigentlich immer noch entspannter, als ich mir vor meiner Ankunft in Spanien panischerweise ausgemalt habe. Mein Alltag ist gespickt von kleinen interkulturellen Witzigkeiten..Kürzlich war ich in der Post und wollte Briefumschläge kaufen. Ich hab dann ungefähr 10min angestanden und keiner kam, um mich zu bedienen, was mich doch schwer verwunderte. Nach den 10min kam eine weitere Kundin rein, drückte auf einen Knopf, ein Klingeln ertönt und sofort kommt jemand angerannt, um sie zu bedienen ;) Man zieht hier auf der Post Nummern, wie in Deutschland auf dem Arbeitsamt ;) Ich habe die Post dann laut lachend und ziemlich peinlich berührt verlassen und die Briefumschläge im Schreibwarenladen gekauft^^
Eine weitere witzige Situation hatte daraus resultierend mit meinem Tandempartner: Ich wollte ihm von meiner Postaktion erzählen und quasi auf Spanisch sagen, dass das etwas peinlich war. Da ich peinlich nicht kannte, dachte ich mir, form ich das doch einfach mal aus dem Englischen um und lasse das ganze spanisch klingen. In Englisch also: I was embarrassed => spanisch klingend: Estuve embarazada. Blöderweise heißt embarazada auf Spanisch nicht peinlich, sondern schwanger. Joah..Ich hab also gesagt "Ich war schwanger", was mir doch einige verwirrte Blicke einbrachte..Was das ganze noch peinlicher macht: In der ganzen Stadt hängen Plakate, die für Sprachkurse werben, auf denen sich genau über diese Ähnlichkeit lustig gemacht wird. Hmpf!

Hauptaufgabe also nach wie vor: Sprachbarriere abbauen ;) Dazu nutze ich in der Zwischenzeit ein hoch intellektuell ausgeklügeltes Karteikartensystem - vorne drauf steht die deutsche Vokabel, hinten drauf die Spanische. Meine Metrofahrten verbringe ich also Karteikarten-wendend unter den neugierigen Blicken meiner Mitfahrer. Außerdem habe ich mir jetzt ein spanisches Buch gekauft^^ mit einer Hör-CD! Mein Vorhaben: Bewaffnet mit Wörterbuch pro Abend vermutlich nicht mehr als 2 Seiten^^ lesen und hören ;) Das Buch heißt auf Deutsch übrigens "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón, vielleicht hat das schon mal jemand von euch gelesen :) Es spielt in Barcelona und soll deswegen doppelt motivieren ;)

So. Nun ist's fast halb 1, ich muss morgen wieder um 6 raus und werde mich deswegen nun betten!
Waghalsig verspreche ich ein weiteres Mal, ab sofort regelmäßiger zu bloggen ;) Jetzt ist ja wirklich alles schon ein bisschen entspannter;)

Un besito :)

Maria

P.S.: Wenn das funktioniert, wie's funktionieren soll, könnt ihr rechts unten auf "subscribe" klicken und dort eure E-Mail-Adresse eintragen. Dann gibts immer bei neuem Blog eine Banachrichtung - falls es mal wieder länger dauert^^]]>
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Barcelona: Maria Magdalena Barcelona
um euch besonders einfach und effektiv darüber auf dem Laufendem zu halten, was ich far far away so treibe, habe ich beschlossen, unter die Blogger zu gehen ;)

Die ersten 2 Wochen sind nun fast vorbei und - natürlich - gibt es einiges zu berichten. Ich werde also quasi mal ganz vorne anfangen ;)

Beginnen wir mit dem Tag der Abreise/Ankunft^^ Zum Abflugtag wurde ich etwa halbstündlich von Heulattacken geplagt, die Abstände wurden nach Ankunft am Flughafen deutlich kürzer ;) Herzerwärmender Weise hatte ich ein besonders umfangreiches Abschiedskomittee: Mama & Freund, meine herzallerliebste Mitbewohnerin, sowie Mari, Annechen-Kannechen und Tina überhäuften mich mit weiteren Heulattacken-auslösenden-Geschenken und winkten unermüdlich, bis wir uns nach meinem Gang durch die Sicherheitskontrolle nicht mehr sehen konnten. Mit verheulten Augen und angestrengtem Gesicht waren mir die mitleidigen Blicke der Stewardessen sicher und am Eingang des Flugzeugs bekam ich zum Trost statt einem 3(!) Bonbons in die Hand gedrückt. Ausgerüstet mit meinem K.O.-Spray habe ich den Flug dann ziemlich unbeschadet überstanden. Nach Ankunft in Barcelona und der ersten Schweißattacke habe ich mich also dann mit meinen 32 kg Gepäck 6 kg Handgepäck auf den Weg in die Stadt gemacht. Als alte Berlinerin ;) dachte ich, die 32kg stemme ich locker - es gibt ja überall Rolltreppen. Ein fataler Irrtum! Nachdem ich mit dem Bus am Placa Espanya ankam, um dort in die Metro zu steigen und zu meiner WG zu fahren, war weit und breit keine Rolltreppe zu sehen. Ich habe also mein Gepäck die gefühlten 200 Stufen in den U-Bahnschacht getragen, in dem es gleich nochmal gefühlte 10°C heißer war. Die Wege, um zwischen den U-Bahnen umzusteigen, sind hier relativ lang. Um den Schwierigkeitsgrad für unvorbereitete Auslandsstudierende zu erhöhen, wurden immer wieder Treppen eingebaut. Ich habe also nach der zweiten Treppe mein angestrengtestes Gesicht aufgesetzt und hatte bis zur Wohnung etwa 10 spanische, hilfsbereite aber ebenso angestrengte Kofferträger ;)

Angekommen in meiner WG lernte ich sogleich 2 meiner neuen Mitbewohner kennen - Alessandro (Ale) aus Italien und Elinore (Eli) aus Australien. Die beiden sind ein Paar, besonders süß und liebenswert und werden nicht müde, meine 1000 Fragen in gebrochenem Spanisch zu beantworten. Mit Eli switche ich des öfteren auf Englisch - eigentlich nicht so gut - aber sehr hilfreich, wenn man etwas wirklich wirklich verstehen möchte ;) Als kleines Danke-Schön hatte ich eine Packung Merci dabei, ein sehr kluger Schachzug! Denn umgehend wurde ich im Gegenzug bekocht - Hamburger und Kartoffelbrei (der übrigens fast ein bisschen so schmeckte, wie von Muddi). Sehr praktisch auch: Alessandro mag kein Gemüse^^
Neben Eli und Ale habe ich noch zwei weitere Mitbewohner: Julio aus Italien und Giovanna aus Paraguay. Sie ist also spanische Muttersprachlerin, allerdings entpuppt sich das südamerikanische Spanisch doch als ziemlich schwierig und anders! Da Giovanna aber insgesamt nicht so kommunikativ ist, ist das auch nicht so wild ;) Sie ist Nationalspielerin im Fußballteam vom Paraguay, ich hoffte daher, sie könnte mir einige Fußballkontakte vermitteln, aber wie gesagt - sie redet wenig ;)

Am Montag habe ich mich dann sogleich auf gemacht und die Stadt etwas erkundet - Uni, Sprachkurse, Supermarkt und natürlich ganz wichtig: der Strand ;) Der ist nur 10min zu Fuß von meiner Wohnung entfernt, dort bin ich nun also fast jeden Tag so ein paar Minuten und lasse ganz fasziniert das Wasser um meine Füße spielen :)
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Barcelona: Maria Magdalena Barcelona II Ansonsten sprechen natürlich auch alle Menschen Spanisch - zumindest alle, die ich getroffen habe :) Ingesamt habe ich den Eindruck, dass sich die Menschen hier etwas gegen das Englische sträuben - vielleicht Touristenübersättigung!

Am nächsten Tag stand dann der Einstufungstest Spanisch an, ich wurde in Gruppe 3 von 5 eingestuft und am Nachmittag hatten wir bereits die ersten 4 Unterrichtsstunden. Der Kurs ist aus sämtlichen Nationen bunt zusammen gewürfelt: Deutsche, Holländer, Finnen, Italiener, Belgier, Kanadier, Iren, Tschechen, Brasilianer etc. Dort knüpft man leicht Kontakte - alle sind gerade angekommen und in derselben Position. Wir "unterhalten" uns in einem Matsch aus Englisch, Spanisch, jeweilige Muttersprache und Händen und Füßen ;) Dort bekommt man dann auch mit, wo gerade so die aktuellen Fiestas anstehen - und davon gibts ne Menge ;) Besonders die Italiener haben es sehr einfach, Spanisch zu lernen, da sich beide Sprachen so ähnlich sind, daher stören sie ungefähr die ganze Zeit den Unterricht und das macht die Lehrerin, sowie auch mich, ganz furchtbar aggressiv ;) Andrerseits ist die Sprachverwandtschaft ganz praktisch - da bei uns in der WG auch viel Italienisch gesprochen wird, verstehe ich mehr und mehr, die Vokabeln sind tatsächlich nahezu identisch.

Ich habe die erste Woche dann vor allem damit verbracht, die Stadt weiter auszuchecken und viel mit den Leuten aus dem Sprachkurs unternommen. Am Freitag waren wir mit einigen Brasilianern und Deutschen erst in einer Bar, direkt bei mir um die Ecke. Dort haben wir noch ein paar Spanier kennen gelernt, die immer total begeistert sind, wenn man sagt, dass man aus Berlin kommt ;) Viele viele junge Menschen waren bereits in Berlin und mögen die Stadt sehr. Anschließend sind wir dann in einen der angeblich angesagtesten Clubs marschiert - das Razzmatazz, ebenfalls direkt bei mir um die Ecke. Dort läuft Rock, Indie, Alternative, Electro-Kram und es war tatsächlich ziemlich gut. Um Luft zu schnappen, haben wir uns zwischenzeitlich auf die Terrasse begeben - ein aussichtsloser Plan, den wir landeten auf der Marihuana-Terrasse - nix frische Luft! Insgesamt sind die Spanier sehr locker, was das angeht. Soweit ich das mitbekommen habe, ist es legal, 2 Pflanzen pro Person für den Eigenbedarf zu besitzen - man riecht den süßlichen Duft an jeder Ecke und wird auch auf der Straße regelmäßig angesprochen. Besonders witzig sind die Pakistanis, die hier im Vorbeigehen Bier u.ä. verkaufen. Man sitzt am Strand und in einem wunderbar monotonen Singsang kommt ein CocaCola-Agua-Beer-Bier-Cerveza-Mensch vorbei und wenn er nah genug ist, kommt die kurze Frage: "Haschisch" ;)

Am letzten Wochenende sind wir dann mit einer kleinen Gruppe von Leuten etwa 30km stadtauswärts gefahren, an einen angeblich touristenfreien Strand in einem Örtchen namens Sitges. Dort angekommen, war klar, dass die Touristen den auch in der Zwischenzeit entdeckt haben ;) Trotzdem wars ganz schön und meine Beine sind vielleicht auch sogar ein ganz klein bisschen brauner geworden ;)
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Barcelona: Maria Magdalena Barcelona III
Außerdem habe ich mich letzte Woche bereits mit meinem ersten Intercambio-Partner getroffen. Intercambio ist das gleiche, wie das, was wir in Deutschland Sprachtandem nennen. Ein Spanier, der Deutsch sprechen möchte inseriert und trifft eine(n) Deutsche(n), die Spanisch sprechen möchte - so wie ich ;) Mein Tandem, Juan, der von Mallorca kommt, ist 22, hat letztes Jahr ein Jahr in Berlin studiert und möchte sein Deutsch nicht verlernen. Wir sprechen also die Hälfte der Zeit Spanisch und die andere Hälfte der Zeit Deutsch. Insgesamt sind diese Tandems ziemlich cool, da man sich mit Einheimischen trifft und so besonders schöne Plätze gezeigt bekommt :) Wir waren gemeinsam im Stadtteil Raval, ein Stadtteil, vor dem eigentlich gewarnt wird, da angeblich so gefährlich. In Wirklichkeit muss man offensichtlich nur wissen, wo und wann man sich dort bewegen kann. Es war super schön - ein Labyrinth aus kleinen Gässchen, die Wäsche hängt von den Balkonen und in den Gässchen wimmelt es vor Leben. Wir haben dann typisch katalanische Gerichte bestellt - Tortilla (eine Art Omelett) und eine Art frittierte Kartoffeln.

Diese Woche habe ich mir noch einen weiteren Tandempartner gesucht - Albert, geboren in Barcelona. Mit ihm habe ich mich gestern getroffen und auch dieses Treffen war super spannend und interessant. Albert ist "Seperatista", das heißt er unterstützt die Abspaltung von Catalunya, vor allem aus ökonomischen und kulturellen Gründen. In Spanien besteht ein Wohlstandsgefühle zwischen Nord und Süd, der Norden ist tendenziell etwas reicher, vor allem die Region Catalunya wirtschaftlich sehr stark. Auf Grund der Umverteilung fließt also viel Geld in den ärmeren Süden, während 25% der Exporteinnahmen von gesamt Spanien allein in Barcelona erzielt werden, wie ich gestern erfuhr. Der kulturelle Aspekt betrifft vor allem die Vergangenheit. Unter der Franco-Diktatur und auch bereits vorher wurde die katalanische Sprache und Kultur verboten, die katalanischen Vornahmen ins Spanische umgeändert. Da gestern katalanischer "Nationalfeiertag" war, hat Albert mich zu einer großen Unabhängigkeits-Demo gebracht. Gleich um die Ecke war ein großes Fest, mit Markt, Bands und vielen kleinen Künstlern. Nachdem wir etwa 3 Stunden durch die Straßen gelaufen sind, ist Albert weiter gezogen und ich habe mich am gleichen Ort mit ein paar Freunden aus dem Sprachkurs getroffen. Ab etwa 20 Uhr sind dort 3 offensichtlich sehr bekannte und ziemlich gute katalanische Ska-Bands aufgetreten. Ich habe schon lange nicht mehr so viel und ausgelassen getanzt - die Spanier wissen durchaus, wie man feiert ;)

Über die gleiche Internetplattform, über die ich auch die Tandempartner gefunden habe (auf dieser Plattform findet man alles, Wohnungen, Sprachpartner, Hobbies, Haustiere etc etc ;)), habe ich auch bereits nach einem Fußballverein geschaut. Gerade scheint sich da etwas mit ein paar Mexikanern aufzutun, ein gemischtes Team aus Männern und Frauen, die freizeitmäßig zum Spaß spielen - genau das, was ich suche! Ich halte euch darüber auf dem Laufenden. Der Fußball (und auch meine Fußballmädels) fehlen mir wie verrückt - ich muss mich dringend bewegen, denn hier gibt es blöderweise^^ nur Weißbrot und ich passe mich den spanischen Essgewohnheiten ziemlich an. Das heißt zu Deutsch: tagsüber wenig bis gar nichts essen und abends ordentlich reinhauen ;) Sehr gesund und förderlich für das Bäuchlein! Generell habe ich das Gefühl, dass sich der Tagesablauf auf Grund der Wärme um gute 2 Stunden nach hinten verschiebt. Vor allem letzte Woche war es so warm, dass man zur Mittagszeit bis etwa 15 Uhr nur unbeweglich auf dem Bett liegen konnte - und trotzdem schwitzte!

Heute morgen war ich zunächst etwas angesäuert - wir haben gerade Besuch aus Paraguay (wir haben ziemlich viel und ziemlich oft Besuch ;) 4 Leute (wenn man also mal rechnet, sind wir in der Zwischenzeit 9 Leute auf max. 40m²). Mein Zimmer befindet sich direkt neben dem so genannten Salon - das Wohn- bzw. Gemeinschaftszimmer in jeder Wohnung. Die Zimmer hier sind sehr klein, dafür aber sehr teuer ;) Oft kommt man über 9m² nicht hinaus. Daher ist der zentrale Punkt jeder WG der Salon, wo man sich meistens aufhält und irgendwie soziale Aktivitäten betreibt. Wir essen oft gemeinsam, rauchen Shisha oder schnacken einfach. Auf jeden Fall ist dieser Salon direkt neben meinem Zimmer und der 4er Besuch hat heute morgen ordentlich Krach gemacht ;) Zum Mittag-Essen wurde ich allerdings zur-selbstgemachten-Lasagne aus Paraguay eingeladen - sehr lecker und versöhnlich ;)

Nun werde ich mich mal so langsam fertig machen und schauen, was der heutige Tag noch so bringt.

Insgesamt geht's mir sehr gut, der Start hätte 1000 mal holpriger verlaufen können - das Leben hier ist wunderschön, spannend spannend spannend und ich versuche ganz wild mich zunehmend zu integrieren. Schritt für Schritt, Hauptaufgabe für den nächsten Wochen: die Sprachbarriere abbauen :) Ansonsten tut sich hier wie aus Zauberhand immer eine Lösung oder ein witziger Zufall auf, der wiederum neue spannende Türen aufstößt. Ich bin gespannt, was mich noch erwartet.

Außerdem verspreche ich, von nun an regelmäßiger zu bloggen, damit ihr nicht mehr so viel lesen müsst und ich nicht mehr so viel schreiben muss ;) Wenn ihr überhaupt bis hier hin gekommen seid ;)

Ich verbleibe also mit

Un saludo y un besito de España!

Maria
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