Urlaub mit der Familie

27.March 2014 - Nelson


Mit diesem Bericht ist die nchste Etappe meines Neuseelandaufenthalts zu Ende und damit steht die Halbzeit auch unmittelbar bevor.
Um das Fazit vorwegzunehmen: Es war schn die Familie mit allen ihren Facetten wieder zu erleben, jedoch ist es ein luxuriseres Reisen als das eines Backpackers. Es war eine wunderschne Zeit allerdings hat es mir die Freiheiten aufgezeigt, die ich als Backpacker habe und irgendwann auch wieder vermisste. Trotzdem bereue ich keine Sekunde von den letzten 3 Wochen und freu mich auf ein Wiedersehen in Deutschland.

Begonnen wurde der Familienurlaub mit 2 Nchten in Christchurch, die ehrlich gesagt an einem anderem Ort, sehr viel besser gewesen wren. Daher war die zerstrte Stadt nicht der beste Beginn einer Rundreise, die ich auch immer wieder betonte bzw. darauf hinwies, dass dies nicht das wahre Neuseeland ist. Auerdem war das Motel sehr schbig, das diesen Eindruck noch verstrkte. Nichtsdestotrotz war das Familienwiedersehen das erwartete und herbeigesehnte freudige und liebevolle Zusammentreffen. Vor allem meine Mutter war beraus Glcklich ihren Erstgeborenen wiederzusehen und sich zu vergewissern, dass es ihm gut geht. Nach ein paar Bier und den neusten Nachrichten planten wir wie es weitergehen sollte.
Die Entscheidung fiel in Richtung Norden zu fahren und nur die Sdinsel ohne die wunderschne Hauptstadt Wellington, welche sich auf der Nordinsel befindet, zu bereisen. Deshalb ging die Reise zuerst nach Kaikoura, Nelson und dann nach Murchison. Wir sahen unglaubliche Aussichten, Berge, Wasserflle und Robben, welche uns die ganze Reise begleiten sollten. Im Endeffekt waren wir immer auf der Suche nach den besten Pltzen, mit den schnsten Aussichten und nach Robben. Diese Geschpfe sind die Lieblingstiere meines kleinen Bruders geworden und waren daher immer Teil der Reise.
Nach Besuchen der lngster Hngebrcke Neuseelands und den Strnden der Westkste mit etwas Regenwetter erreichten wir die Siedlung ?Fox Glacier Village?. Diese liegt, wie der Name schon sagt, an einem Gletscher und bietet bei gutem Wetter einen hervorragenden Blick auf den Mount Cook, dem hchsten Bergs Neueelands. Da sowohl das Wetter als auch die Unterknfte immer besser wurden, ist dies eines der Hhepunkte der vielen Highlights unserer Reise. Der Blick von einem See aus in dem sich die Berge spiegeln, zeigt einmal mehr die wunderschne Seite des Landes. Selbst wenn der Gletscher nicht so beeindruckend ist, zeigte sich das Dorf von seiner besten Seite. Das I-tpfelchen darauf, war bei Sonnenuntergang am Strand etwa 15km entfernt. Von hier aus konnten wir sowohl den atemberaubenden Sonnenuntergang ber dem Meer beobachten, als auch das rote anlaufen der Berge. Auch wenn die Berge etwas durch Wolken verdeckt waren, erkannte man die Besonderheit dieses Ortes.
Von hier ging es nach Wanaka, einer ruhigen Stadt im Sden der Insel. Dem guten Wetter sei Dank, konnten wir auf einem Hgel die Aussicht ber die Stadt und den See genieen. Das darauffolgende Grillen im Motel rundete des Tag sehr gut ab und jeder kam auf seine Kosten bevor es nach Queenstown ging. Diese Stadt gilt als die Stadt der Abenteuer bzw. des Extremsports Neuseelands, wenn nicht der Welt. In dieser Stadt wurde der Bungee erfunden, was auch den Flair ausmacht. Dies nahmen mein kleiner Bruder, Martin (der dort zu dieser Zeit lebte) und ich als Anlass den hchsten Bungee-Sprung Neuseelands zu machen. Die 134 Meter hohe Gondel von der man Absprang ist dabei schon beim puren Hinschauen bengstigend, jedoch von dort abzuspringen, bedeutet den puren Spa. Im Vergleich zum Fallschirmsprung ist es ein anderer Kick den ich bekam. Dieser letzte Schritt den man alleine gehen muss, ist unbeschreiblich und einfach nur berwindung. Die Veranstalter machen es einem durch ihr serises Auftreten sowie richtiger Musik allerdings leichter, um sich zu ermutigen. Diese berwindung bringt einen weiter und wir Drei sind aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus gekommen. Ich wre noch einmal gesprungen, wenn der Spa nicht so teuer wre. Danach wurde mit ausreichend Bier angestoen und wir strzten uns ins nchtliche Partyleben, um am nchsten Tag nach Te Anau zu fahren und fr zwei Tage dort zu verweilen.
Auf der einen Seite lud der rieiger Gletscher See zum Sonnenbaden ein, was wir nutzten und das erste mal wirklich Rast machten. Auf der anderen Seite wollten wir Milford Sound besuchen, eine Fjordlandschaft mit riesigen Wasserfllen, Robben und Berge die 1000m aus dem Meer heraus ragen. Da dies auf dem Wasser noch besser zu erleben ist, machten wir eine Bootsfahrt die uns die versprochenen Impressionen lm vollen Umfang lieferte und uns alle begeisterte. Nachdem wir Invercargill im Sden passierten, erreichten wir den sdlichsten Punkt der Sdinsel und somit wohl den sdlichsten den wir in unserem Leben erreichen.
Weiter fhrte uns die Route an weiteren Wasserfllen und auf der Strae herumlaufenden Khe vorbei. Ziel war Dunedin, welche im Besitzt der steilsten Strae der Welt ist. Ebenfalls befindet sich eine Eishalle dort, die natrlich ein Ziel von mir war. Gelegen ist diese natrlich die direkt am Strand und einem Golfplatz. Meiner Meinung nach der beste Platz eine Eishalle zu bauen. Das kuriose dabei ist, dass die erste Mannschaft eine reine Hobbymannschaft ist, welche letzte Saison zweiter Platz in der ersten und einzigsten neuseelndischen Liga wurde. Daher werde ich probieren dort mit zu trainieren, wenn ich in den nchsten Wochen zurckkehre.
Leider war mit verlassen Dunedins auch einer der letzten drei Tage der Reise angebrochen. Richtung Christchurch zurck nahmen wir einen Umweg nach Lake Tekapo und wohnten in einem luxuriseren Haus mit Kamin und super Aussicht, um dann die letzte Nacht in Christchurch zu verbringen.
Am letzteb Tag ging es dann nach dem letzten gemeinsamen Frhstck und einem kleinem Sonnenbad im stdtischen Park, zum Flughafen. Trotz der kurzen Zeit die wir wieder miteinander verbrachten, war mir Deutschland wieder nher gekommen. Ein wenig neidisch war ich schon auf den Rckflug. Jedoch sind noch ein paar Orte und Dinge auf meiner Liste die ich besuchen und machen will, bevor ich mich wirklich damit beschftige.
Nun geht es nach Picton im Norden der Insel, um dort Wandern zu gehen und mal wieder zur Ruhe zu kommen.

Viele Gre Andy