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up to the north

19.April 2014 - Cape Reinga


Cape reinga
An einem tag mit ?wackeligen wetter? haben wir uns auf die tour zum cape reinga gemacht. Das liegt ganz im norden der nordinsel, und ist, nach den maori, ein spiritueller, heiliger ort ? an dem die seelen der verstorbenen sich endgültig von dieser ebene verabschieden, und dann in die andere welt reisen. Überhaupt ist der norden der nordinsel sehr stark von den maori geprägtes und bewohntes land. Leider bin ich nicht sehr viel ? eher nur am rande ? mit maori in kontakt gekommen ? und, was ich noch ?schader? finde ist, das ich die schwingung im norden des landes als nicht so gut, nicht so ?wohlklingend? empfinde oder erlebe, als in anderen (und eher in den meisten von mir bereisten) bereichen von neuseeland.
Nun ? wie dem auch sei, wir starten also am morgen mit einem ziemlich alten bus und einer reisegruppe von ca 30 personen. Wir ? das sind in diesem falle ich, und ein ? oh: ich glaube ? 28jähriger in taiwan geborener, in kanada lebender, und derzeit in australien und neuseeland work-und travelnder netter junger mann namens sam. Sam habe ich im hostel in kaitaia kennengelernt, in dem ich gerade bin.
Unser busfahrer heisst jason, und er redet während unserer fast 8 stunden dauernden tour nahezu unaufhöhrlich. Reden heisst, er erzählt geschichten vom land, von der natur, von sich und seiner familie. Es ist spürbar das er seinen job liebt ? und dieses land ebenso! Und - was für ein Bus, in dem wir fahren ?. Erinnert mich fast ein bißchen an meine Busreisen in Nepal ? es fühlt sich immer wieder an, als würden wir auf ner Felge fahren, oder da wär was mit ner Achse ?
Vor unserem eingentlichen ziel, dem cape reinga, stehen eigentlich noch mehrere zwischenetappen an, aber da das wetter immer wackeliger wird, regt jason ? unter zustimmung der ganzen reisegesellschaft ? an, nur kurze stops einzulegen um möglichst schnell am cape zu sein. Nichtsdestotrotz halten wir unterwegs an verschiedenen stellen, aber halt nur kurz an. Z.b. an einem unvergesslichen ?eisladen?, der von maorifrauen geführt wird. Es gibt nicht nur eis, sondern es ist so eine art tante emma laden, der in mir einen unvergesslichen eindruck hinterlassen hat. Eis ? das ist hier in neuseeland megateuer, ich hab nur einmal eins gegessen und es dann gelassen. Dies war nun so besonders angepriesen und erstaunlich günstig ? wie sonst nirgends in neuseeland: eine megadicke kugel für 4 dollar in einer leckeren waffel ? das sind so ca 2,70 euro. Fast alle haben sich eins gekauft ? ich dann auch ? es hatte so einen sog und war auch lecker.
Gut ? weiter zum cape ? und der regen, mit einem heftigen wind, setzte schon vor unserer ankunft dort ein. Es war so heftig, dass viele aus unserem bus tatsächlich nicht ausgestiegen sind, um die letzten ca 10 ? 15 minuten zu fuss zu laufen. Das ging für mich gar nicht, ich wollte hin ? und war froh, nicht nur meine regenjacke, sondern auch die regenhose mitgenommen zu haben. Dann noch in die flipflops geschlüpft, und los. Wir wurden gebeten, nicht auf dem weg zum und am cape zu essen oder zu trinken ? auch kein wasser ? da dies ein spiritueller, heiliger ort ist. Jason bedauerte noch, das er uns kein besseres wetter bieten konnte, und meinte dann aber stimmigerweise, das diese wetterlage eigentlich die geschichte um den ort untermauerte? und er hatte recht!
Es war so diesig und neblig, es war so stürmisch und der regen prasselte ? es war fast schwierig, zum cape durchzukommen, aber mit einigen anderen bin ich dann an diesem beeindruckenden ort angekommen. Ein faszinierendes kap ? und trotz der schlechten sicht gab es genug zu sehen und wahrzunehmen. Unglaublich zu sehen und zu erleben. Hier treffen die tasmanische see und der pazifik aufeinander ? und ich hätte nie gedacht, dass man dieses zusammenkommen richtig sehen kann. Und spüren! Es ist eine unglaubliche kraft, die da aufeinander trifft?.
Nach einer zeit des verweilens, des stauenens, des spürens, gings dann wieder zurück in den bus. Die anderen, ohne regenhose, klitschnass, und ich so gut wie ?in trockenen tüchern? ?
Begeistert, bewegt und erfüllt ging es dann weiter ?
Jetzt folgte eine ?groß angekündigte? Mahlzeit ? die, aufgrund des Regens unter einem Überdach stattfand ? und aus verschiedenen Kisten gegessen werden konnte. Jeder bekam ein Sandwich (vegatarian meals also available!!), man konnte irgendwelche Snacks sich greifen und wurde mit Tee und Instantkaffe versorgt.
Danach ging es mit dem Bus durch so etwas wie ein ?Sand ? Flussbett? ? ganz schön eierige Angelegenheit ? und dann zu einer Stelle mit hohen Sanddünen. Sehr hohen Sanddünen. Hier wurde auf der Fahrt dorthin schon beschrieben, dass jetzt das event mit den Boogie boards folgte ? man konnte auf einem board die Sanddünen runterrodeln. Was ich ?unter normalen Umständen vielleicht auch gemacht hätte ?aber: zum einen wurde extrem intensiv auf die ?eigene Gefahr? hingewiesen, zum anderen folgten dann Beschreibungen von Unfällen, die es (wohl nicht nur in Einzelfällen) dabei gegeben hatte. Zudem prasselte der Regen weiter unaufhöhrlich, und unten beim ?Empfang? rodelte man mit dem Boogieboard in eine Sand-Wasserpampe ? nicht so einladend. Noch dazu hatte ich mich am Morgen im Hostel bereits ?auf den Arsch gesetzt? dank Flipflops und glitschiger Unterlage ? eine etwas heftige Verletzung am Zeh und ein etwas angeschlagener unterer Rücken bzw Arsch das Ergebnis ?. Also entschied ich mich gegen die Rutschpartie ? aber dafür, die anderen mutigen Sandrodler amüsiert zu beobachten ?
In der letzten Etappe unserer Tour ging es dann über den ?Ninety miles beach? mit dem Bus zurück. Über den Strand also, ewig nur geradeaus, nur Strand, ein heftig tosendes Meer, und ab und an mal einzelne Fischer bzw Angler zu sehen. Manche Passage des Strandes war von prilartigen Wasserströmen durchzogen, da musste Jason sehr bewusst und achtsam durch. Auf die Frage, ob auch er schon mal liegen geblieben sei, antwortete er mit Ja ? einmal sei es ihm passiert. Wie so vielen anderen ? und das sieht dann gar nicht lustig aus, die Flut hat hier schon so manches Auto ?geholt?, das hier stecken geblieben ist. Mir war hier und da auch ein bißchen mulmig bei diesem Unternehmen, und zum Schluss war ich froh, als wir den 90-miles beach hinter uns hatten ?. Aber toll war es doch!!