paradiesische Tage

19.May 2011 - Fiji


Unsere Reise stand endlich bevor! am Donnerstag dem 19 Mai wurden wir mittags vom Hostel abgeholt und zum Flughafen gebracht, wo wir erstmal zum Schalter gegangen sind. Wir zwei verpeilten Hühner dachten, dass wir kein ausgedrucktes Papier mehr benötigen, da wir den Flug per Internet gebucht hatten. Wir wurden eines besseren belehrt und hatten Glück, dass die Dame am Schalter uns doch noch quasi hat fliegen lassen..sie war so nett, dass sie uns sogar das Ticket für den Rückflug ausgedruckt hatte. Nach dem kleinen Adrenalinschub haben wir den Duty Free Shop unsicher gemacht. Wir kauften zwei große Flaschen Alkohol um für Fiji gerüstet zu sein. Im Flugzeug machten wir es uns bequem und wurden überrascht, dass die Stewardessen hier ganz locker angezogen sind. Die Haare hatten zwar eh alle kurz mit nem Blümchen, aber alle trugen einfach nur Hawaiihemden, sodass man schon im Flieger Urlaubsfeeling bekommen hat. Abends kamen wir auf dem Festland Nadi in Fiji an und wurden von ein paar Männern in Hawaiihemden begrüßt, die für uns gesungen und Gitarre gespielt hatten. Wie geil das war!! Positiv überrascht wurden wir dann auch noch von unserer Reisegesellschaft mit einer Muschelkette empfangen. Einfach super glücklich ging es dann zum Hotel. Wir schauten uns ein wenig in der Gegend um, aßen eine Kleinigkeit und gingen zu Bett. Am Anfang unserer Reise liefen wir noch beängstigt durch die Gegend, denn wir hatten keine Ahnung, wie die Kultur und die Menschen so ticken..aber im Laufe unseres Urlaubs haben wir fest gestellt, dass unser anfängliches Misstrauen absolut unbegründet war, denn ALLE sind so mega nett!! Ohne Hintergedanken helfen sie super gerne, unterhalten sich mit einem..wirklich ein tolles Volk!! Sehr früh wurden wir am nächsten Tag vom Bus abgeholt, der uns zum Hafen gebracht hat, damit unsere Inselrundreise beginnen konnte. Wir beschlossen nämlich den Urlaub nicht auf dem Festland zu verbringen, denn wir hatten von mehreren gehört, dass es nichts spezielles ist, also die Strände nicht die schönsten sein sollen, sondern eben die Inseln der Hammer sind. Am Hafen wurde nochmal mit der Reise alles unter Dach und Fach gebracht . Wir hatten zwar ein paar kleine Probleme, aber nach Jessis Wutausbruch, die nicht locker gelassen hat, ging dann doch alles nach unseren Wünschen. Eigentlich mussten wir dann aufs Boot um zu starten, aber Aga hatte ein Hard Rock Cafe entdeckt und so ging es in den letzten Sekunden noch zum Speedshopping :-D dafür finden Frauen doch immer Zeit! Haha..schnell wurden die T-Shirts anprobiert, die richtige Größe gesucht, bezahlt und dann rannten wir zum Boot. Es verlief alles glatt. wir waren nicht zu spät und das Boot stand noch da ^^
Die erste Woche verbrachten wir auf der Inselgruppe Yasawa, genauer gesagt waren wir die ersten drei Tage auf der Insel Nacula in der Nabua Lodge. Die Bootsfahrt vom Port Denarau nach Nacula ( der am weitesten entfernten Insel ) dauerte insgesamt 5 Stunden, denn das Boot hielt an jeder Insel an, um Leute einzusammeln oder eben rauszuwerfen. Die Euphorie war am Anfang so groß, wir schossen so viele Fotos von den ganzen Inseln! Kaum zu glauben, wie klein doch manche waren! Aber die Aussicht war traumhaft schön.Das Boot kam schließlich zu unserer Insel und da wartete ein kleines Boot mit dem wir ans Festland gebracht wurden auf uns. Begrüßt wurden wir vom Personal mit Gesang und Musik, einfach traumhaft! Das Wasser war so klar, die Sonne schien..wir waren mega glücklich! Wir wurden zu unserem Bungalow gebracht und schauten uns erstmal um. Die Anlage besteht aus mehreren Bungalows ( zweier oder Mehrfachbungalows ) und eben dem Esszimmer. Überall hingen zwischen dem Palmen Hängematten. da kamen bei Jessi Erinnerungen von alten Zeiten in Polen hoch. Wenn es hieß Frühstück, Mittag oder Abendessen ist fertig wurde man durch Trommelschläge darauf aufmerksam gemacht. Auf der Insel waren nur junge Leute und nach dem Abendessen gab es eine Kennenlernrunde. Sprich jeder sollte sich kurz vorstellen und dann wurden wir in den Fijitanz eingeweiht, dem typischen Bulatanz. Der erste Abend verlief relativ ruhig. Die Anlage hat viele Aktivitäten angeboten und wir beschlossen am nächsten Tag einen Ausflug zum Inseldorf zu machen. Man zahlt wenig, aber immerhin wollen die Leute halt Geld machen. Das Dorf besteht aus einfachen kleinen Häusern, jeder Dorfbewohner kennt jeden. In jedem Dorf gibt es einen Oberhaupt, der alles über das Dorf entscheidet und beschließt. Wir waren eine Gruppe von 5 Mädels und warteten in einem Häuschen auf den Oberhaupt. Als dieser schließlich kam ist jeder einzeln zu ihm hin gegangen, hat ihn die Hand geschüttelt und konnte ihm Fragen stellen. Ach ja unsere Kleidung musste lang sein, um niemand männliches reizen zu können! Nach einem Händeschütteln ist er dann auch schon gegangen und wir schauten uns noch ein wenig im Dorf um, wo die Frauen ihre selbstgemachten Sachen bzw. Schmuckstücke vekaufen wollten. Der ganze Ausflug dauerte vielleicht 30 Minuten, war aber trotzdem schön mal zu sehen, wie die Einwohner so leben außerhalb unserer Hotelanlage. Danach erkundeten wir den Strand spielten mit ein paar Seesternen und tobten uns im warmen Wasser aus. Für den Abend buchten wir eine Show von den Inselbewohnern, die alle erst allein und dann mit uns getanzt hatten. Jeder bekam eine Blümchenkette. Es herrschte richtig schönes Urlaubsfeeling in der Luft! Wir probierten einen Einheimischen Trank aus namens Kava! Jeder muss es einmal selbst ausprobieren, denn der Geschmack ist so schwer zu beschreiben! Es schmeckt einfach nur mega abartig! Es wird aus einer Pflanze gewonnen und ist am Ende ein Pulver, dass man mit Wasser mischt. Es sieht aus, wie Schlamm und man kann sagen, dass es auch so schmeckt! Es betäubt die Zunge, schmeckt bitter und wenn man einige Kokosschalen volltrinkt, dann kann man sich betrinken! Wie gesagt, wir probierten eine Schale und es hat vollkommen ausgereicht! Kava hat aber auch noch einen Hintergrund..wenn ein FIjianer eine Frau kennenlernt und sie für sich haben will, muss dieser zu dem Vater des Mädchens gehen und sein eigen hergestelltes Kava überreichen. Der Vater kostet dieses und entscheidet, ob der Mann mit seinem Kava gut genug ist für seine Tochter! Je nachdem wie stark man es haben will, gibt man mehr oder eben weniger Wasser hinzu! Allgemein hängt der ganze Geschmack wohl von der Pflanze ab! Einmal probiert und nie wieder ;) es gab aber auch Backpacker, denen es geschmeckt hat und die zu tief ins Kava geschaut haben ^^
Einen Nachmittag haben wir einen Ausflug zur Blauen Lagune gemacht. Es ist eine andere kleinere Insel mit einem so tollem Strand! Dieser Strand gehört einem Privatbesitzer, der aber Leuten erlaubt auf dem Strand rum zu laufen. Wir nahmen Schnorchel mit und gingen auf die Reise der Unterwasserwelt und genau in diesem Moment hat es uns tierisch gestört, dass wir keine Unterwassercamera dabei hatten! Die Korallen und Fischvielfalt war zauberhaft! So viele bunte Fische haben wir nirgends gesehen! Blaue Seesterne, riesengroße Muscheln, Fische in jeder Farbe! Zu schade, dass diese Bilder nur in unseren Erinnerungen herrschen und wir die tollen Momente nicht festhalten