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Paradies!

26.March 2013 - Vanuatu


Schon waehrend unseres 4-stuendigen Fluges Mitten in den Pazifik hat uns die Weite des
tuerkisblauen Meeres und die Korallen darin beeindruckt und wir konnten es kaum mehr erwarten, endlich wieder festen Boden unter unseren Fuessen zu spuehren und dieses sagenhafte Land mit den gluecklichsten Menschen der Welt zu erforschen!

Am Flughafen wurde uns dann der Lebensstil der Einheimischen bewusst: wir wurden von Musikern empfangen, die die eewig lange Wartezeit in der Schlange durch die Sicherheitskontrolle wenigstens ein wenig ertraeglicher machten.

Naja, Jahre spaeter gelangten wir dann endlich nach draussen an die frische Luft, wo wir eine halbe Stunde auf unseren Couchsurfer warteten, der uns versprochen hatte, uns abzuholen- vergebens. Als es uns dann echt zu bunt wurde, haben wir einfach einen Public Transport genommen, um zu einem Hotel in der Stadt Port Vila zu gelangen.

Wer jetzt mit einem grossen Fragezeichen im Gesicht vor seinem Computer sitzt: ein Public Transport ist eher wie ein Taxi (ein 10-Sitzer), das dich fuer 1,20 Euro pro Person bringt
wohin du willst.

Nach einer Nacht in einem bequemen Bett ging's dann auf Entdeckungstour durch Port Vila. Der riessig grosse Fruchtmarkt, mit Obst fuer sagenhaft kleine Preise, hat uns am besten gefallen. Die Marktfrauen dort haben aber auch kein einfaches Los: sie kommen von verschiedenen Inseln aus der Gegend immer von Mittwoch bis Sonntag angereist und schlafen dann auf dem Markt. -Ja, der Fruchtmarkt in Vanuatu ist 24h taeglich geoeffnet!

Auch das kristallblaue Meer des Hafens mit den bunten Fischen, die man selbst vom Ufer aus sehen konnte, hat uns schwer beeindruck!

Mittags haben wir uns dann doch noch mit dem Couchsurfer -Guillaume, ein Franzose, der Freiwilligenarbeit auf Vanuatu macht- getroffen und durften uns in seinem Haus einquartieren. Ja, EINQUARTIEREN ist wohl das richtige Wort dafuer- er stellte uns sein Zimmer zur Verfuegung, waehrend er auf dem Boden in der Kueche schlafen musste.

Auch Kava, das Nationalgetraenk Vanuatus, konnten wir uns nicht entgehen lassen! Deshalb sind wir eines Abends in eine Kavabar gegangen und haben eine Schale des wiederlich schmeckenden Getraenks runtergewuergt. Die Wirkung dessen haben wir auch sehr schnell bemerkt: man bekommt einen ganz tauben Mund und fuehlt sich total relaxt und entspannt und kann und seine Aussenwelt ganz vergessen.
Wichtig waehre an dieser Stelle vielleicht auch noch zu erwaehnen, dass in Vanuatu die Stammesaeltesten sich auf ein Schaehlchen Kava treffen und politische Entscheidungen ausdiskutieren. :-) Nun gut, das bringt den Lebensstil auf Vanuatu nochmals gut zur Geltung.

Kava schmeckt uebrigenswie ein Gemisch aus vergammeltem Gemuese und Erde. Schon allein bei dem Gedanken an den Geschmack wird uns jedes Mal wieder schlecht und die Tatsache, dass man diesen noch am darauffolgenden Tag im Mund hat und nicht einmal Zaehne putzen und Essen etwas nuetzt, macht es nicht gerade besser... Das konnten wir uns leider kein zweites Mal geben!

Nach zwei Tagen machten wir uns auf zum Norden der Insel. Fuer alle, die sich momentan in einem Land befinden, wo man sich auf die oeffentlichen Verkehrsmittel verlassen kann, ist hier die Stelle, wo ihr euch ganz besonders gluecklich schaetzen koennt! Es war naemlich gerade Karfreitag und es war ziemlich schwierig, einen Public Transport nach Nordefate zu bekommen. (tut mir leid fuer die Unterbrechung, aber an diesem Punkt sollte ich vielleicht einschieben, dass die Insel Vanautus, auf der wir uns zu diesem Zeitpunkt befanden, EFATE hiess)
Ein Einheimischer meinte naemlich, er wuerde uns einen Bus organisieren. Da wir entzwischen die Vanuatu-time ziemlich gut kennen gelernt hatten, stellten wir uns auf eine lange Wartezeit ein und gesellten uns zu den Marktfrauen. Nach anderthalb Stunden vergeblichen Wartens, verloren wir dann doch die Geduld und fragten erneut Leute, ob es die Moeglichkeit gaebe, in den Norden der Insel zu gelangen. Die Marktfrauen -freundlich, wie die Leute auf Vanuatu eben sind- nahmen sich unserer ziemlich an und munterten und regelmaessig mit Saetzen wie "we will get you to Northefate, if not today, maybe tomorrow?" (=wir kriegen euch schon nach Nordefate, wenn nicht heute, vielleicht morgen?) auf. Einfach total liebenswuerdig die Leute dort! Naja, aber auf die Frauen ist eben noch Verlass! Nach einer weiteren halben Stunde sassen wir dann tatsaechlich in einem Bus in den Norden! Zwar hielt dieser noch einige Male an Supermaerkten, um noch Einkaeufe zu erledigen, aber wir kamen dann taetlaechlich oben an :-)

Dort hatten wir eine Strandhuette (das ist wohl das richtige Wort dafuer -es gab naemlich keinen Strom!)
gemietet- wirklich DIREKT AM STRAND!- 10 Meter vor unserem zu Hause erstreckte sich naemlich ein wundervolles Korallenriff, klingt doch vielversprechend, oder? Natuerlich liessen wir es und in den darauffolgenden Tagen nicht entgehen, fleissig schnorcheln zu gehen! Bei einer Kanutour (in einem traditionellen Boot selbstverstaendlich!), die der Besitzer der Huette mit uns unternommen hat, haben wir sogar eine riessengrosse Schildkroete gesehen!
Auch mit leckerem traditionellen Essen wurden wir regelmaessig versorgt.

Naja, leider konnte fuer uns das Paradies selbstverstaendlich nicht ewig anhalten und delhalb mussten wir nach vier entspannten Tagen wieder zurueck nach Port Vila aufbrechen.

Guillaume hat uns freundlicherweise wieder bei sich wohnen lassen und diesmal war er geschaeftlich unterwegs und ueberliess uns sogar sein Appartment, nur mit seinem Mitbewohner mussten wir es teilen.

Nach einer Nacht in Port Vila ging es fuer uns auf die Insel Tanna. Dort gibt es naemlich einen aktiven Vulkan, den man bestiegen kann! Das konnten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen, ich meine, wann bekommt man denn die Moeklichkeit einen Vulkan zu erklimmen?!

Mit dem Flugzeug (einem 10-Sitzer) sind wir auf die Insel geflogen. In einem Gelaendewaagen sind wir dann eine gefuehlte Ewigkeit ueber einen Schotterweg, hinauf bis zu dem Vulkan, gefahren. Dabei hat sich einem beinahe der Magen umgedreht!
Schon aus weiter Entfernung hat man die bedrohliche Aschewolke aus dem Vulkan aufsteigen sehen, das hat uns schon einen kleinen Vorgeschmack gegeben, auf das, was uns erwarten wuerde.
Die Landschaft sah aus wie auf dem einem anderen Planeten: soweit das Auge reichte nichts als eine graue Wueste aus Asche.
Und dann ging's zu Fuss weiter bis an den Krater!

Im Minutenabstand kam mit einem beaengstigenden Donner eine monstroese Aschewolke aus dem Krater. Diese wurde in unsere Richtung geweht, sodass wir mit Asche und kleinen Steinchen berieselt wurden. Ade und Franzi haben schmerzlicherweise einen Aschesplitter ins Auge bekommen.

Dann gab es eine gewaltige Explosion, gefolgt von einer spuehrbaren Druckwelle. Und dann spritzte die Lava nur so aus dem Krater, Meter ueber Meter hoch! Und knallte erschreckend nahe (vielleicht 20m??) vor unseren Fuessen zu Boden.
In einem Gefuehlswechsel aus entsetzlicher Angst und Bewunderung fuehlten wir, dass der Boden zu unseren Fuessen angenehm warm war.
Bei Nacht liess sich dieses Spektakel sogar noch besser bewundern.

Totmuede fielen wir dann nach einem leckeren Dinner in unsere Hotelbetten.
Auf dem Heimflug durfte Vane sogar im Cockpit sitzen, da wir mit dem Piloten, der in dem selben Hotel war als wir, ins Gespraech gekommen sind und uns gut mit ihm unterhalten haben.

Nach ein paar weiteren Tagen in Port Vila mussten wir aber leider auch schon die paradiesische Insel verlassen. Naja, aber Australien bietet ja auch nicht wenig zu entdecken... ;)

Bis dann!!