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Alltag in Blenheim

28.October 2009 - Blenheim


Füher oder später musste es ja passieren, wir fingen an, uns in Blenheim heimisch zu fühlen und eine gewisse Routine zu entwickeln. Ein normaler Tag läuft so ab. Um Viertel nach fünf morgens kommt Stefan nach 12stündiger Nachtschicht nach Hause. Dann haben wir eine dreiviertel Stunde Zeit, um entweder zu erzählen, wie der Tag bzw. die Nacht verlaufen ist oder gemeinsam zu frühstücken. Letzteres kommt eher selten vor..
Um sechs muss ich aufstehen und vorbereiten, was ich den Tag über essen möchte. Meist sind das Sandwiches oder was auch immer vom Abendbrot übrig geblieben ist. Die Küche ist dann voll mit Leuten, die alle auf irgendwelchen Weingütern arbeiten und ihr essen vorbereiten.
Gegen Viertel vor sieben werde ich abgeholt, das heißt ich hopse mit den Leuten, die ebenfalls in unserem Hostel wohnen in den Van. Dann fahren wir zu dem Weinberg, auf dem wir momentan Band um Pflanzen wickeln, was hier übrigens Grafting genannt wird.
Um zehn ist Frühstückspause, 15 Minuten, um sich zu erholen. Um zwölf gibt es eine halbstündige, unbezahlte Mittagspause, gegen drei eine weitere 15 minütige Pause. Kurz vor vier fahren wir meist nach Hause. Dann habe ich noch bis gegen halb fünf Zeit, kurz mit Stefan zu erzählen, dann muss er in die Fabrik. Sobald Stefan abgeholt wurde, geht das Gerangel um die Dusche los..
Frisch geduscht kann ich dann das Neuste von den anderen hören, bis es gegen halb sieben Zeit wird, etwas zu essen, was bedeutet, dass man sich in der Küche wie morgens einen Platz erkämpfen muss. Dienstags ist es erstaunlich einfach, dann essen nämlich fast alle Pizza, weil sie im Angebot ist. Mittwochs gehe ich um fünf zu Crossroads, um mich eine halbe Stunde lang vor der Essensausgabe mit allen möglichen Leuten zu unterhalten, dann etwas zu essen und hinterer abzuwaschen.
Freitags geht das warten los, wer am Samstag arbeiten muss oder darf. Irgendwie arbeiten nur die, die gern Samstag frei haben würden während die, die gern arbeiten würden, zu Hause bleiben.
Am Samstag ist es, egal, ob gearbeitet wurde oder nicht, ziemlich ruhig, bis mittags die Leute aufstehen, die frei hatten und die wiederkommen, die nicht so glücklich waren. Stefan muss manchmal am Samstag in der Nachtschicht arbeiten, was bedeutet, dass ich abends darauf warte, dass er irgendwann zurück kommt. Irgendwie ist dies immer später, als er glaubt, an einem Samstag wurde ihm versprochen, sie wären nach sechs Stunden spätestens zu Hause, es endete in einer 14stündigen Schicht...
Manchmal grillen wir samstags oder sonntags oder fahren zum Strand. Viel häufiger, als es uns lieb ist, müssen wir uns von Freunden verabschieden, die es nach unterschiedlich langen Aufenthalten aus Blenheim zieht.
Nur an regnerischen Tagen ist alles anders, dann sind alle, aber wirklich alle, zu Hause, weil es auf dem Weinberg keine Arbeit gibt. Es herrscht dann eine Stimmung, wie Weihnachten, Ostern und Wochenende zusammen, wer hätte gedacht, dass ein bisschen Regen so etwas auslöst..