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Der letzte Eintrag

11.June 2017 - Rotorua City


Hallo ihr Lieben!
Das hier wird vermutlich mein letzter Blog-Eintrag ever. Es ist Sonntag Abend. Ich sitze hier im Rock Solid Hostel in unserer kleinen Personal-Lounge-Area und warte auf die inzwischen drei anderen Mitarbeiter, die noch arbeiten. Wir feiern heute Abend unsere kleine Runde als sozusagenen Abschied. Nachdem ich am Mittwoch zurückfliege, werden Zwei der Dreien ebenfalls weiterziehen- wenn auch nicht zurückfliegen, wie ich.
Und da ich morgen und Dienstag noch ein paar letzte Erledigungen zu tätigen habe, fande ich jetzt Zeit für meinen letzten Eintrag.
Ich kann es fast noch nicht glauben, dass 9 Monate in Neuseeland um sind und dass ich bald alle meine Liebsten wiedersehen werde- geschweige denn, dass mein Kopf zu verdrängen versucht, in einen erneuten Sommer zu fliegen!

Nun denn.
Auch wenn ich die Zeit in NZ genossen habe, freue ich mich wahnsinnig auf Zuhause.
Es ist unglaublich, was für ein intensives Heimatsgefühl ich während meiner Reise entwickelt habe. Und so traurig, dass ich so viele Reisende getroffen habe, die so etwas nicht haben,.. und die dann dementsprechend auch keine Eile hatten, nach Hause zurück zu fliegen. Kein Ort, den sie HEIMAT nennen könnten und niemand, der auf sie dort wartet.
Ich habe während meiner Reise so Vieles gelernt...
vor allem über mich selbst.
Ich wusste zum Beispiel schon vor meiner Reise, dass ich stark bin- aber habe ich erfahren, dass ich stärker bin, als ich es mir je zugetraut hätte.

Auch habe ich viele tolle (und weniger tolle) Menschen getroffen, die meine Reise und meine Zeit sehr geprägt haben. Ich bin mir zudem sicher, dass ich mit ein paar von Ihnen, die ich hier kennen gelernt habe (wie Isabel) weit über Neuseeland hinaus in Kontakt bleiben werde.

Und auch wenn nicht immer alles glatt gelaufen ist- ich habe aus meinen "Fehlern" (wenn ich es so nennen kann) gelernt. Man wächst aus jeder Situation- und das Leben ging trotzdem weiter.

Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber ich freue mich - neben meiner Familie und Freunden- auf so viele Sachen in Deutschland...
... wie das gute und günstige Bier / Wein.
... generell die günstigeren Lebensmittel und Sachen.
... meinen KLEIDERSCHRANK und meine SCHUHE <3 ;)
... das deutsche Essen. Genauso wie gut und günstig Essen zu gehen oder einen Kaffee zu trinken (in einem Cafe- und dabei nicht seine ganzen Ersparnisse drauf gehen).
... die Tatsache, mich ohne Sonnencreme eine Stunde der Sonne aussetzen zu können, ohne einen Sonnenbrand auf der Kopfhaut zu haben (und nicht mehr ständig eine Cap im Sommer tragen zu müssen wie hier)
...die vielen, nervigen asiatischen Reisebusse nicht mehr ständig überall zu haben...

Hier mal noch meine persönliche TOP 6 meiner BESTEN NEUSEELAND- ERLEBNISSE:

- TOP 1: Martinborough: Auch wenn mein Hauptgrund das Arbeiten war... ich hatte hier sooo viele tolle Erlebnisse und auch liebe Menschen getroffen. Besonders mein traditionelles Kiwi-Weihnachten mit Kyras Familie (auch als wir am nächsten Tag nach Cape Pallisier, der Leuchtturm, der Strand, Seehunde) sind und gepicknickt haben, war unvergesslich. Die liebe Kyra wird mir immer in Erinnerung bleiben. <3
Aber auch Silvester mit all den vielen, coolen, jungen Travellern auf einem Weinbau war ein Genuss! Auch wenns kein Feuerwerk gab (was verboten gewesen wäre), hatten wir Lagerfeuer, vieeeeeel tollen Wein und Essen. Das war auch einer der besten Sachen, in Martinborough gewesen zu sein... wir hatten immer vieeeeel tollen (und teuren) neuseeländischen Wein. Cheers!

- TOP 2: Roadtrip Südinsel:
Ich glaube, dass wird mich auch auf ewig prägen... wie ich zwei Wochen lang die halbe Südinsel befahren habe und so viele, wundervolle Orte gesehen habe. Auch hatte ich hier meinen Autounfall
, wo ich - mal am Rande- verdammt Schwein hatte-, ich hatte Glück im Unglück. Denn andernfalls hätte ich nie Adele und ihre Familie kennen gelernt, die mir Bett und Essen gegeben haben und mich mit Reiseproviant versorgt haben. Wundervolle Menschen & wundervolle Südinsel. <3

- TOP 3: Wwoofing in Waikari, Südinsel: Nach meinem 2-wöchigen Roadtrip bin ich zu Georgi für eine Woche gekommen und habe ihr Haus wehmütig verlassen. Es wird mir ewig in Erinnerung bleiben, wie wir beide über panoramische Wiesen und Berge galoppiert sind. Außerdem habe ich einen ganz neuen, luxuriösen Lebensstil kennen gelernt und gesehen, was man erreichen kann, wenn man nur hart für etwas kämpft... Georgi war eine wundervolle Person und hat mich außerdem immer mal was backen lassen. ;)

- TOP 4: Wwoofing in Westport: Hier habe ich tolle Leute kennen gelernt, wo ich weiß, dass ich ein paar von ihnen in Deutschland besuchen werde! Auch mein "Job" war ein Traum: Ich habe entschieden, was in den Einkaufskorb und abends auf den Teller kommt. Und Jeder hatte von meinen selbstgebackenen und selbstgekochten Speisen immer ein Lächeln im Gesicht. Wertschätzung ist das Zauberwort.

TOP 5: Woofing mit Isabel- Roadtrip mit Isabel:
Das Wwoofing mit Isabel in Waikane- sowie unsere Roadtrips auf der Nord- und Südinsel. Egal, was ich mit ihr unternommen habe, es war immer einfach köstlich! Das wir beide uns kennen gelernt haben, war ein Schicksalsschlag. Wir haben schon Pläne, uns im Sommer in Deutschland gegenseitig zu besuchen und ich glaube und hoffe, dass wir uns nicht so schnell aus den Augen verlieren. <3

- TOP 6: Wwoofing in Hastings: Beim deutsch- kiwi-Bäckermeister habe ich gelernt, wie man eigenen Wein macht, eigenes Bier braut, sich mit angebautem Gemüse, Obst, Gewürzen etc selbst versorgt (also komplett, ohne unbedingt einkaufen gehen zu müssen) und einen eigenen Familien- Catering-Business kennen gelernt. Auch wenn es stressig auf dem Mission Konzert mit einigen Tausenden Besuchern war, die alle Flammkuchen und Waffeln wollten, war es eine einmalige Erfahrung. Genauso wie der berühmte Farmers Market in Hastings, wo viele Kiwis und Reisende von überall herkommen. :)

Ich kann euch nur eines sagen: Wenn ihr überlegt, ein Work & Travel zu machen, dann zögert nicht! Ihr lebt nur einmal- also traut euch, geht da raus und beweist, was es bedeutet, wirklich zu leben.

Mit diesen Worten....
einen schönen Sonntag & vielleicht bis bald in Deutschland! ;)