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Eine Geisterstadt

06.January 2013 - Christchurch


Nach einem Traumurlaub mit meiner Familie geht es nun wieder weiter, diesmal jedoch in Neuseeland.
Die Reise von Cairns nach Christchurch dauerte über 19 Stunden und da wir am Flug gespart hatten, waren es 19 Stunden ohne jegliche Erholung. Um 5 Uhr morgens stolperten wir also völlig müde und erschöpft aus dem Flughafengebäude auf der Suche nach einem Busshuttle, welches uns in die Stadt bringen sollte. Doch dafür war es noch zu früh und so hätten wir mindestens zwei Stunden warten müssen. Wir beschlossen die Zeit im Flughafencafé zu verbringen, als uns schon das nächste Problem auffiehl: Wir konnten die Adresse unseres Hostels nicht finden. Die Internet meines Handys war uns auch durch den Länderwechsel abhanden gekommen. Also gingen wir zu den Taxifahren und fragten ob ihnen der Name des Hostels bekannt vorkäme. Der erste in er Reihe war ganz voreifig und wollte schon unsere Koffer einladen, weil er glaubte den Ort zu kennen. Schnell stoppten wir ihn und fragten nach dem Preis. 45 Dollar meinte er. Das war zwar etwas teurer als der Bus, dafür aber deutlich früher und ohne verlaufen, also stiegen wir ein. In der Stadt angekommen waren wir geschockt. Alles war voller Trümmer, ehemals wunderschöne alte Gebäude eingestürzt, keine Einwohner, keine Gechäfte und die Straßen gesperrt. Nur ein paar Touristen liefen mit ihren Kameras an den Orangen Absperrbändern vorbei und schoßen eifrige ihre Katastrophenbilder. Es sah in etwa so aus, wie man Städte schon häufig in den Nachrichten gesehen hatte, die einen schweren Krieg überstanden bzw. nicht überstanden hatten. In diesem Fall waren es jedoch nicht die Folgen des Krieges sondern der vier Erdbeben, die vor über einem Jahr hier alles auseinander gerüttelt haben.
Wo in diesen Trümmern unser Hostel zu finden sein sollte, konnten wir uns kaum vorstellen. Der Taxifahrer anscheinend auch nicht, denn er konnte es nicht finden. Dauernd hatte er eine Idee wo es noch sein könnte, wir mussten aber riesige Umwege fahren, da unterwegs so viele Straßen gesperrt waren.
Irgendwann hielt er an einer Tankstelle und schlug vor, dass wir nach dem Weg fragen gehen könnten. Wir taten dies und bekamen einen 5-10 Minütigen Fußmarsch auf einer Karte erklärt. Schnell rannten wir zum Taxifahrer und sagten, dass wir von hier aus alleine weiter machen können. Noch während er alles doppelt erklärt haben musste, sahen wir seine Uhr um noch einen Dollar hoch ticken. Mittlerweile war sie bei 78 Dollar. Wir konnten ihn noch um 10 Dollar runterhandeln, dann setzten wir wüttend und frustriert unseren Weg fort. Die angegebene Straße liefen wir hinauf und hinab, von dem Hostel war jedoch keine Spur und das Gepäck wirkte so als ob es immer schwerer werden würde. Endlich sahen wir einen Mann auf der Straße, der gerade in sein Auto steigen wollte. Den Gesichtszügen nach wahrscheinlich ein Maori, jedoch auch noch ganz neu in der Gegend, denn auf unsere Frage ob er das Hostel kennen würde, antwortete er, dass er auch erst gestern in diesen Teil von Christchurch gezogen sei. Trotzdem lud er uns ein mit ins Auto zu hüpfen und fuhr die Straßen mit uns ab, bis wir unser Hostel endlich fanden.
Nach ein paar Stunden des Schlaf nachholens gingen wir in die Stadt um Christchurch noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Es war ein trauriger Anblick, besonders weil man den Gebäuderesten ansehen konnte, wie schön die Stadt vorher gewesen sein musste.
Wir entdeckten jedoch auch eine kleine Shopping-Meile die aus lauter Containern aufgebaut worden war. Ein ganz besonderes Bild. Es spielte Livemusik, die sonst so leeren Straßen spruddelten an diesem Ort nur so über von Menschen und die Container waren alle bunt.
Ein kleiner Farbklecks in der grauen Geisterstadt.